"Da pacem"
11.-13. September 26
Programm unter Vorbehalt!
Musik und Sprache
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11. 9. 26
Achtung: 18:00 h Historisches Bürgerhaus |
Wie an einem dunklen Ort beginnt Prokofjews Erste Violinsonate op. 80. Das Klavier bewegt sich schrittweise in getragenem Portato, die Geige reagiert mit vereinzelten Trommelgeräuschen. Und dann folgt die als "Friedhofsstelle" bekannte Passage, in der die Töne der Geige in raschen Legato-Läufen dahinhuschen; wie der Wind über den Gräbern. Ganz anders als dieses fahle, entrückte "Andante assai" entfaltet sich das "Allegro brusco" des zweiten Satzes. Klavier und Geige wechseln sich ab im pochenden Ostinato, einem "An die Türe hämmern". Diese Musik symbolisiert die vom Spitzelsystem unterdrückte Gesellschaft, in der die einzelnen Individuen versteckter Gewalt und Kontrolle ausgeliefert sind - Klänge aus einer Zeit, in der Europa durch Stalinismus und Nazidiktatur geprägt war und in dem Künstlerseelen nur in beklemmender Lebenssituation überleben konnten. Der dritte Satz, Andante, ist ein überirdisch schönes Notturno, in dem die Violine eine zarte, ausdrucksvolle Melodie zelebriert. Das Finale hebt sich noch einmal deutlich von den vorangegangenen Sätzen ab durch seinen Wechsel vitaler Motive und heftiger Akkorde. Eine ineinander verwobene Choregraphie mit Texten von Bachmann, Celan, Borchert, Prokofiev und Tolstoi. Prolog Martin Luther: Vereih uns Frieden gnädiglich Paul Celan: Tenebrae Serge Prokofiev: Sonate für Violine und Klavier f-moll, op. 80 Andante assai Ingeborg Bachmann: Alle Tage Wolfgang Borchert: Monolog des Beckmann (aus: Draußen vor der Tür) Allegro brusco Lew Tolstoi: Drei Fragen Andante Serge Prokofiev: Der wandernde Turm (Auszug) Text aus der Korrespondenz mit Atovmyan Ingeborg Bachmann: Landnahme Allegrissimo Prof. Dr. Adrian Niegot - Sprecher Nina Reddig - Violine Mariko Sudo - Klavier |
Subi2Cello
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12. 9. 26
19:00 Historisches Bürgerhaus |
Maria Bovensmann und Nelika Yukawa
sind ehemalige Stipendiatinnen der Langenberg Festival Akademie. Sie lernten sich in der internationalen Sommerakademie Leutkirch im Jahr 2023 kennen. In den gerade mal anderthalb Wochen wuchsen sie ganz plötzlich eng zusammen, konzertierten, machten Straßenmusik und gründeten daraufhin das Duo Subi2Cello, welches sich aus dem Wort subito (zu deutsch: plötzlich), der Zahl Zwei und natürlich dem Violoncello zusammensetzt. Seither sind die beiden sowohl menschlich als auch musisch ein unzertrennliches Duo, welches mit viel Lebensfreude, Energie und musikalischer Präzision beeindruckt. N. Paganini: Moses-Variationen (Arrangement für 2 Celli von Thomas Demenga) Jean-Baptiste Barriere: Sonate in G-Dur für 2 Celli J. Elizondo: Danzas Latinoamericanas 1. Satz „Otoño en Buenos Aires“ für 2 Celli Maria Bovensmann: Light Speed S. Rachmaninoff: Prelude Op. 23, Nr. 5(Arrangement für 2 Celli von Maria Bovensmann) Subi2Cello: Maria Bovensmann - Cello Nelika Yukawa - Cello |
Lieder und Quartette
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13. 9. 26
19:00 Historisches Bürgerhaus |
Ein Programm von einzigartiger Schönheit und Innigkeit, welches das Leitmotiv des Friedens auf vielschichtige Weise zum Leuchten bringt, erwartet die Zuhörer am Sonntagabend.
Äneas Humm war 2016 als Student in Langenberg und macht seither eine Weltkarriere. Mitglieder des Streicherkollektivs LUDIMUS spielen Streichquartett. J.S.Bach: Kunst der Fuge – Contrapunctus 1 (Streichquartett) Arie „Schlummert ein“ aus der Kantate BWV 82 (Streichquartett / Bariton) A. Pärt: Da pacem, domine (Streichquartett) J.S.Bach: Arie „Ja, ja, ich kann die Feinde schlagen“ aus der Kantate BWV 57 (Streichquartett / Bariton) S. Barber : „Adagio“ aus dem Streichquartett R. Schumann: Vier Lieder nach Gedichten von H. Heine (Streichquartett / Bariton) S. Barber: „Dover Beach“ (Streichquartett / Bariton) Äneas Humm - Bariton Nina Reddig, Caro Frey - Violine Ainis Kasperavicius - Viola Mathieu Jocqué - Cello |